Mit KI zum Crowdfunding‑Erfolg: 5 starke Prompts für deinen Start
Zuletzt aktualisiert: Februar 2026.
Für wen ist dieser Blogartikel?
- Du hast eine Crowdfunding-Idee, aber weisst nicht, wie du anfangen sollst.
- Du bist Einsteiger*in beim Thema KI.
- Du möchtest ChatGPT und Co. für deine Projektidee nutzen.
Viele Menschen haben eine tolle Crowdfunding‑Idee, kommen aber nie bis zur Kampagnenseite, weil sie unsicher sind. Sie denken, dass sie nicht «gut schreiben» können. Oder sind einfach überfordert. Geht’s dir auch so?
KI‑Tools wie Perplexity Pro oder ChatGPT können genau hier helfen, wenn du sie mit guten, klaren Prompts fütterst. Mach sie damit zu deiner Starthilfe!
Dieser Artikel gibt dir 5 praxiserprobte Prompts. Ordne deine Gedanken! Finde endlich die richtigen Worte! Und vor allem: Stelle deine «dümmsten» Fragen. Allein die Unterhaltung mit der KI garantiert eines: Du wirst etwas dazu lernen. Was das ist, können wir nicht voraussagen. Probier’s einfach mal aus.
★ Wichtig! Wir empfehlen dir einen Pro-Account beim Tool deiner Wahl zu lösen. So kannst du auch sensible Informationen mit der KI teilen, indem du die Weiterverwendung deiner Daten blockierst. Denn: Alles, was du in frei verfügbare Tools eingibst, wird von der KI weiterverwendet. Gib also niemals personenbezogene, finanzielle oder andere sensible Daten in Gratis-Versionen ein.
So nutzt du die Prompts
- Öffne dein KI‑Tool.
- Kopiere den Prompt, füge ihn ein und sende ihn genau so ab (du musst noch nichts selbst einfügen).
- Beantworte die Fragen, die dir die KI stellt, so konkret und detailliert wie möglich.
So funktioniert’s: Die KI stellt dir zuerst gezielte Fragen und führt dich somit Schritt für Schritt durch deinen eigenen Denkprozess. Dann erstellt sie aufgrund deiner Antworten für dich Texte, Pläne und Strukturen. Du musst nur ehrlich antworten – den Rest erledigt das Modell.
Prompt 1: Projektidee schärfen – Was mache ich eigentlich genau?
Ziel: Eine Projektidee in einen klaren, verständlichen Pitch bringen.
Prompt:
- Agier als mein Crowdfunding‑Coach und hilf mir, meine Projektidee klar zu formulieren. Stelle mir dazu zunächst 7 gezielte Fragen zu meinem Projekt: Projektname, Ort, Thema/Branche, Zielgruppe, warum das Projekt wichtig ist, was schon vorhanden ist, grösste Sorge. Erfinde konkrete Fragen auf Basis dieser Stichworte. Wenn ich alle Fragen beantwortet habe, fasse meine Antworten in einem verständlichen Projekt‑Pitch in 3–5 Sätzen mit maximal 200 Zeichen aus der Ich‑Perspektive zusammen, so als würde ich selbst auf meiner Projektseite (z.B. auf wemakeit) über mein Projekt schreiben. Achte darauf, dass der Text direkt an potenzielle Unterstützer*innen gerichtet ist, klar erklärt, was ich mache und warum, und freundlich zum Mitmachen einlädt. Gib mir zusätzlich auch 5 sich stark unterscheidende Varianten für einen klaren, starken Projekttitel mit einer maximalen Zeichenlänge von 28 Zeichen.
So entsteht zuerst ein Dialog, dann ein Pitch, der wirklich zu dir und deinem Projekt passt.
★ Klassische Alternative: Nutze unser bewährtes Worksheet «Dein Projekt», das du im Starter Kit in unserer Academy findest. Es hilft dir Folgendes herauszufinden: Wo steht dein Projekt und was fehlt deiner Crowdfunding-Kampagne noch?
Prompt 2: Realistisches Finanzierungsziel – Wie viel Geld darf ich überhaupt verlangen?
Ziel: Ein nachvollziehbares Finanzierungsziel und eine einfache Kostenübersicht.
- Du bist Expertin für Crowdfunding. Hilf mir, ein realistisches Finanzierungsziel für mein Projekt festzulegen. Stelle mir dazu zunächst 10 gezielte Fragen zu meinen Kosten (z.B. Produktionskosten in CHF/EUR, Marketingbudget, Reserve/Puffer, Liefer‑ und Versandkosten in/aus der Schweiz; gehe von 6 % Plattforgebühr und 4 % Gebühr für Zahlungsanbindung aus) und zu meiner vorhandenen Crowd (z.B. Anzahl enger Kontakte, Social‑Media‑Reichweite, allfällige starke Unterstützer*innen). Formuliere die Fragen so, dass ich sie als Einsteiger*in leicht beantworten kann. Wenn ich alle Fragen beantwortet habe, berechne ein empfohlenes Finanzierungsziel in CHF/EUR indem du dich zusätzlich an folgenden Werten orientierst: Zwischen 50 % bis 70 % des Betrages stammen üblicherweise aus den bestehenden Netzwerken von Projektinitiant*innen (Freund*innen, Familie, Bekannte, Kund*innen etc.) und die durchschnittliche Unterstützung beträgt ca. CHF 140/EUR 80. Erstelle zudem eine einfache, übersichtliche Kostenaufstellung in Textform, die ich direkt für meine Crowdfunding‑Kampagne übernehmen kann. Die beiden Posten Reserve/Puffer und Gebühren für Plattform und Zahlungsanbindung kannst du weglassen.
Du wirst dabei sanft gezwungen, deine Zahlen zu durchdenken – und bekommst im Anschluss eine gut erklärte Zielsumme.
Prompt 3: Belohnungen strukturieren – Was kann ich als Dankeschön anbieten?
Ziel: Eine klare, realistische Reward‑Struktur, die dich nicht überfordert.
Prompt:
- Agiere als Reward‑Strategin für Crowdfunding‑Kampagnen. Hilf mir, passende und realistische Belohnungen für meine Unterstützer*innen zu entwickeln. Stelle mir zuerst 5 bis 8 Fragen zu meinem Projekt: Art des Projekts, ob ich ein physisches oder digitales Produkt anbiete, mein gewünschtes Preisniveau in CHF, was meine Zielgruppe besonders freut, welche logistischen Möglichkeiten ich in der Schweiz/EU habe und wie viel Zeit ich für Versand/Organisation aufbringen kann. Formuliere die Fragen so, dass ich sie in kurzen Sätzen beantworten kann. Wenn ich geantwortet habe, erstelle eine klare Liste mit 6–10 sinnvollen Belohnungen, die einen Range von kleinem Budget bis hin zu grossem Budget aufweisen, 4 Beträge müssen im zweistelligen Bereich bleiben: 3 Beträge sollen 3-stellig und 1 Betrag soll 4-stellig sein. Nenne für jede Stufe einen Beispielbetrag in CHF, und markiere 2 bis 3 Stufen, die als besonders empfehlenswert gelten (‚Sweet Spot‘). Um das zu beurteilen, wende folgendes Wissen an: Je kreativer die Belohnungen sind, desto besser funktionieren Kampagnen. Einzigartige und persönliche Dankeschöns, die man nirgends kaufen kann, kommen am besten an. Betrachte wemakeit als Vorverkaufsplattform, bei der die Unterstützer*innen für ihr Vertrauen belohnt werden und Produkte und Erlebnisse zu speziellen Konditionen erwerben können.
So bekommst du am Ende eine kompakte Reward‑Struktur, die als Inspiration für deine tatsächlichen Belohnungen dient.
★ Inspirierende Belohnungen: Unser Blogartikel mit Tipps für attraktive Belohnungen
★ Erfolgreiche symbolische Belohnungen: So kommst du auf symbolische Belohnungen
Prompt 4: Zielgruppe und Kommunikation – Wie erreiche ich meine Crowd?
Ziel: Eine einfache und umsetzbare Kommunikationsstrategie vor und während der Kampagne.
Prompt:
- Du bist Marketing‑ und Community‑Expertin für Crowdfunding‑Kampagnen. Hilf mir zu verstehen, wen ich ansprechen sollte und über welche Kanäle ich das realistisch schaffe. Stelle mir zuerst 5 gezielte Fragen zu: Art meines Projekts, Ort/Region, meinen verfügbaren Kanälen (z.B. Instagram, Facebook, Newsletter, Verein, lokale Medien), meiner bestehenden Community und meinem Zeitbudget pro Woche. Formuliere die Fragen so, dass ich sie als Anfängerin leicht beantworten kann. Wenn ich alle Fragen beantwortet habe, erstelle eine einfache Kommunikationsstrategie für 4 Wochen vor dem Start und 4 Wochen während der Kampagne. Strukturiere sie nach Phase (vor dem Start / während der Kampagne) und Kanal, mit konkreten Vorschlägen, welche Inhalte ich wo posten oder verschicken könnte (maximal 5 Kanäle, einfache Sprache, realistisch für eine Einzelperson).
Damit bekommst du eine Art Mini‑Redaktionsplan, der genau zu deinem Alltag und deinen Kapazitäten passt, statt zu einem Vollzeit‑Marketingjob.
★ Klassische Alternative: Nutze unser bewährtes Worksheet «Wer ist deine Crowd». Du findest es im Starter Kit in der Academy.
Prompt 5: Launch‑Plan und To‑do‑Liste – Wo fange ich überhaupt an?
Ziel: Ein klarer, priorisierter Aufgabenplan bis und durch den Launch.
Prompt:
- Agier als mein Projektcoach für mein Crowdfunding auf wemakeit. Ich bin unsicher, wo ich anfangen soll, und brauche einen Schritt‑für‑Schritt‑Plan. Stelle mir zuerst Fragen zu meinem geplanten Launch‑Termin, dem aktuellen Projektstatus, ob schon Bilder/Videos vorhanden sind, ob ich ein Team habe und wie viel Zeit ich pro Woche investieren kann. Formuliere die Fragen so, dass ich sie kurz und konkret beantworten kann. Wenn ich geantwortet habe, erstelle einen konkreten To‑do‑Plan mit Prioritäten für die 4 Wochen vor dem Launch sowie die Kampagnen-Zeit bestehend aus Launch‑Woche, laufende Kampagne und letzte Woche von ebenfalls 4 Wochen insgesamt. Bitte gliedere in 4 Phasen (Vorbereitung, Launch‑Woche, laufende Kampagne, letzte Woche) und liste pro Phase 5 bis 10 kleine, klar formulierte Aufgaben auf, die ich einfach nach und nach abhaken kann. Nutze eine motivierende, einfache Sprache.
Diesen Plan kannst du danach in dein Notizbuch, dein Projekt‑Tool oder an deine Wand holen und Schritt für Schritt abarbeiten.
Fazit: Deine Idee verdient eine Bühne – die KI hilft dir, sie zu bauen
Crowdfunding lebt von starken Ideen, aber auch von klarer Kommunikation, realistischen Zahlen, passenden Belohnungen und einem durchdachten Plan. All das musst du nicht im Kopf haben – du darfst dir Unterstützung holen.
Mit den fünf Prompts kreierst du dir einen digitalen Assistant. Sie stellt Fragen, hört zu, strukturiert und formuliert. Du bringst deine Erfahrung und deine Ehrlichkeit ein, die KI bringt Struktur und Tempo – zusammen macht ihr aus einer groben Skizze handfestes Projekt.
☑ Und nicht vergessen!
- KI ist weiterhin sehr fehleranfällig und gibt dir manchmal Antworten, die keinen Sinn machen. Darum ist unsere ganz klare Empfehlung: Geniesse und nutze die Möglichkeiten mit KI, aber im Rahmen.
- Nichts schlägt den Austausch mit anderen Menschen. Besprich drum deine Idee auch mit deinem besten Freund, zeige deinen Text-Entwurf deiner Mutter, mach ein kleines Brainstorming zu Belohnungen mit deinen Arbeitskolleg*innen. Echte Menschen geben dir die wertvollsten Feedbacks!
- Verwende niemals Texte von der KI 1:1. Texte von KI’s klingen oft wie Texte von KIs: zu gestelzt, zu förmlich, zu generisch. Selbst mit klarem Auftrag, wie der Text klingen soll. Bring daher unbedingt deinen persönlichen Style mit rein und schreibe Texte so um, dass sie nach dir klingen.
♥ Du willst deine Idee lieber mit einer Expertin von wemakeit besprechen, als mit ChatGPT? Machen wir sehr gerne! Nutze unsere Check-Ins, um deine Fragen mit uns persönlich zu besprechen.
♥ Du möchtest lieber erst einmal reinhorchen? Komm in unser gratis Live-Webinar. 1x im Monat zeigen wir dir in 40 Minuten, wie du deine Idee mit wemakeit erfolgreich finanzierst – inklusive Praxisbeispielen, Tipps aus erster Hand und Zeit für Fragen.
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