Crowdfunding + Musik = ❤️

Wusstest du, dass Crowdfunding für Musikprojekte erfunden wurde? Und dass auch heute die Musik den größten Anteil von Crowdfunding-Projekten ausmacht? Bei wemakeit schließt im Schnitt alle 2 Tage ein Musikprojekt erfolgreich ab. Und mit einer Erfolgsquote von 75% (!) sind Musikprojekte die wemakeit-Spitzenreiter. Hier berichte ich, wieso Crowdfunding und Musik so gut zusammenpassen und wie du eine erfolgreiche wemakeit-Kampagne für dein Musikprojekt startest.

It’s all not just about the money

Wir alle wissen: Viel Geld mit Musik machen nur wenige. Die anderen sind Meister*innen darin, mit wenig viel zu erreichen. Aber es ist nicht nur der Finanzierungsbedarf, wegen dem Musiker*innen und Musikarbeiter*innen für ihre Alben, Touren, Vinyl-Editionen, Musikvideos oder Festivals Crowdfunding-Plattformen nutzen. Die Lovestory von Musik und Crowdfunding ist viel grösser. Die beiden passen einfach gut zusammen. Wieso?

  • Es gibt ein attraktives Projekt: Musik
  • Es gibt eine Crowd: die Fans, die Hörer*innen, die Besucher*innen
  • Die Crowd ist üblicherweise mit Crowdfunding vertraut
  • Die frühe Promotion, die man mit einer Crowdfunding-Kampagne für ein Projekt betreibt, funktioniert hier sehr gut
  • Crowdfunding erfüllt ein Bedürfnis der Crowd: Welches? Weiterlesen!

Die Crowd macht’s

Die Lovestory von Musik und Crowdfunding ist in Wirklichkeit die Lovestory der Musikprojekte und ihrer Crowds: Die meisten Bands und Projekte pflegen ihre Netzwerke und wissen, dass die Aufmerksamkeit ihrer Hörer*innen das kostbarste Gut ist, um in einem Meer an kulturellen Angeboten zu bestehen. Viele Bands und Musikprojekte sind Teil von Communities, von Subkulturen, von Interessensgemeinschaften. Das ist eine starke Basis für eine Crowdfunding-Kampagne.

Hier spielt die Musi… Matthäus Bär

Crowdfunding schafft Nähe und Angebote

Unterstützer*innen deiner Crowdfunding-Kampagne sind nicht einfach nur »Konsument*innen«, die ein Ticket oder ein Album kaufen – sie werden Teil des Prozesses, Teil des Projekts. Crowdfunding schafft Nähe. Und das wird geschätzt.

Mit Crowdfunding kannst du noch weiteren Bedürfnissen und Interessen deiner Crowd entgegenkommen und besondere Angebote setzen. Ausserhalb von Crowdfunding sind üblicherweise Tonträger, Konzerttickets und manchmal Merchandise die einzigen Angebote, welche Musikliebhaber*innen überhaupt gemacht werden. Das sind gar nicht so viele Gelegenheiten für die Leute, euch überhaupt Geld zu geben. Und diese Angebote sind nicht (mehr) für alle Leute interessant. Das heisst aber nicht, dass diese Leute nicht bereit sind, Geld für dein Musikprojekt in die Hand zu nehmen. Hier kommen die Belohnungen ins Spiel.

Belohnungen »Music Edition«

Die Gegenleistungen oder Belohnungen machen das Crowdfunding erst so richtig interessant. Durch die Belohnungen kannst du gleichzeitig mit der Finanzierung dein Produkt vorverkaufen und besondere, aussergewöhnliche Angebote setzen. Generelle Tipps und Inputs zum Thema Belohnungen haben wir woanders festgehalten. Hier folgen nun ein paar musikspezifische Tipps. Zuerst zu den Basics:

  • Vorverkauf: Biete unbedingt das Album oder die Tickets zur Tour, die du finanzierst als Belohnung an. Der Preis sollte nicht höher sein wie regulär, deine Unterstützer sollen für ihr Vertrauen honoriert werden.
  • Versand und Abholung: Generell sollte der Versand immer eingepreist werden. Eine schönes, zusätzliches Angebot ist, dass sich die Leute ihre Belohnung, so sie denn physisch ist, persönlich bei einem Konzert o.ä. abholen können. Kommt gut an und spart die eine oder andere Versandgebühr.
  • Markttest: Du bist unsicher, ob deine Fans dein Album auch gerne auf Vinyl hätten? Du überlegst dir ein Re-Release von einem älteren Album? Starte eine Kampagne: Wenn sie erfolgreich ist, hast du die Antwort und die Finanzierung, wenn nicht – auch gut, dann ist es womöglich nicht das richtige.
Wo die Musik einen hinführt… Hier: The Erlkings

Belohnungen als Fanpflege

Und nun zur Kür: Nutze die Belohnungen, um deiner Crowd besondere Angebote zu machen. Dinge, die es sonst nicht gibt und die Geld vielleicht auch gar nicht kaufen kann: Einblicke hinter die Kulissen, persönliche Gesten, verrückte Ideen. Diese Angebote sind oft besonders beliebt und sie schaffen eine besondere Beziehung zwischen dir und deiner Crowd.

  • Klassiker: Immer beliebt sind Wohnzimmer-Konzerte (evtl. regional einschränken), Probenbesuche, Musiklektionen oder limitierte Special Editions von z.B. einer Schallplatte.
  • Best Practises: Natürlich müssen spezielle Belohnungen zu dir passen und von dir kommen. Es soll persönlich und darf ein bisschen verrückt sein! Hier ein paar Beispiele als Inspiration:
  • Violetta Parisini nahm ihre Fans mit auf einen Stadtspaziergang, Album und Lieblingseis inklusive.
  • Veronica Fusaro hielt dir ein Ständchen via WhatsApp.
  • Bryan Benner brachte dir sein Album singend persönlich vorbei.
  • Chlyklass zeichneten ein Unikat-Plattencover.
  • Die Tastentage Klosters servieren dir eine Nusstorte zum Ticket.
Mountains of Madness: Finanziert mit wemakeit, regional gepresst bei Austrovinyl

Was braucht es sonst noch?

Wichtig für den Crowdfunding-Erfolg sind ein gute Projektseite (die könnt ihr hier anlegen) und eine intensive Bewerbung der Crowdfunding-Kampagne.

  • Persönliche Präsentation: Schreibt so, wie wenn ihr wem bei einem Kaffee von eurem Projekt erzählt. Kein Pressetext-Sprech und lasst nicht das Management oder Label für euch sprechen. 
  • Musikbeispiele: Lasst unbedingt eure Musik hören, ob mit einem Video oder einem Soundcloud-Link.
  • Bilder, Bilder, Bilder: Von euch, bei Konzerten, im Studio, von den Belohnungen – gestaltet die Seite visuell attraktiv. 
  • Kommunikation: Ein guter Start ist das wichtigste. Bereitet eure Netzwerke darauf vor, dass es bald losgeht und feuert zum Start aus allen Kanonen. Und dann heisst es dran bleiben: Regelmäßig posten (alle 1-3 Tage), weitere Newsletter verschicken und immer wieder persönlich bei den Leuten nachhaken. 
  • Storytelling: Nutzt die Bewerbung der Kampagne, um schöne Geschichten rund um das Projekt zu erzählen: Sneak-Peaks aus dem Studio, Einblicke hinter die Kulissen, persönliche Video-Posts, Belohnungen vorstellen etc. Wenn die Inhalte spannend sind, dann stößt sich niemand an der höheren Kommunikationsfrequenz. Nicht vergesssen: Immer den Link zur Kampagne dazugeben! 

Und noch zwei administrative Hinweise:

  • Steuern: Bedenke, dass Crowdfunding-Einnahmen womöglich der Einkommens- und/oder der Mehrwertsteuer unterliegen: Versteuerung
  • Crowdfunding und Förderung: Du kannst Crowdfunding mit Förderungen kombinieren. Geplante Crowdfunding-Einnahmen kannst du bei üblicherwiese auch bei Förderanträgen als Eigenmittel vermerken (z.B. Musikfonds in Österreich)

Last but not least: Nutzt unsere Partnerschaften!

  • Swisscom Music Booster: Unterstützt junge Schweizer Bands mit 30% ihres Finanzierungsbedarfs.
  • Bank Austria Crowdfunding: Unterstützt Kulturprojekte aus Österreich mit 30% ihres Finanzierungsbedarfs.
  • Austrovinyl: Support your local Presswerk! Wenn du dein Vinyl bei ihnen pressen lässt, helfen sie dir bei deiner Crowdfunding-Kampagne und bewerben dein Crowdfunding auf ihren Kanälen!
Veronica Fusaro hat mit wemakeit ihr Debut-Album finanziert

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